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Wespennest Nr.166
Wespennest Nr.166

Spielformen des Widerstands

Von kritischem künstlerischen Aktionismus über gemeinschaftliche Pflege und Nutzung von Gütern bis hin zur Verweigerung von Konsum und dominanten Alltagspraxen – in Zeiten der Postmoderne sind selbst die Momente des Widerstands vielfältig und oft auch zu Formen der Selbstdarstellung geworden. Der aktuelle Schwerpunkt untersucht, ob Widerstand, lange Zeit existenzielle Kategorie der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung, in unserer überforderten Gegenwart hierzulande noch wahrhaft provokative Macht entfalten kann.
Außerdem in diesem Heft: Edgar Piel über Elias Canettis Verhältnis zur gespaltenen Zukunft, Alessandro Leogrande über gesellschaftliche Reibungspunkte in Albanien, Tom Stern mit einem Augenzeugenbericht aus Bargfeld anlässlich des 100. Geburtstags von Arno Schmidt und vieles mehr.

Wespennest Aktuelles
|05.06.2014| Terminaviso Gesprächsrunde: Spielformen des Widerstands

Vorstellung der aktuellen Ausgabe Wespennest am Montag, den 16. Juni 2014 um 19:00 Uhr in der Alten Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien.
Gesprächsrunde zum Thema mit Hellmut G. Haasis und Brigitte Kratzwald, moderiert von Ilija Trojanow.

Ausgewählte Texte sind als kostenloses pdf auf unserer Website und online bei Eurozine zu lesen.
So etwa Brigitte Kratzwald, die in ihrem Schwerpunktbeitrag (hier und hier) die kollektive Nutzung von Ressourcen als angewandte Spielform des Widerstands verteidigt. Oder Peter Moeschl, der untersucht, warum die performative Stärke neuer Widerstandsbewegungen notwendig mit einem heterogenen Gemenge politischer Einzelanliegen Hand in Hand geht.

Online zugänglich ist zudem die Reportage des aus Süditalien stammenden Journalisten und Autors Alessandro Leogrande, der seinen Blick auf Albanien richtet, ein Land, das in den 1990ern trauriger Vorreiter heutiger Flüchtlingsbewegungen über das Mittelmeer war. Lesen Sie den Text im italienischen Original, in deutschsprachiger oder albanischer Übersetzung.


Europaweit wird das fehlende Interesse an den am 25. Mai anstehenden EU-Parlamentswahlen beklagt. „Die Europawahl ist den Deutschen herzlich egal“, betitelte zum Beispiel Die Welt einen Artikel zur befürchteten niedrigen Wahlbeteiligung. Dass Stimmabgaben europäischer BürgerInnen aber nicht nur am mangelnden Interesse, sondern auch an speziellen Fragen der Evidenz scheitern können, weiß Andrea Roedig.

|20.05.2008| Galerie der LiteraturZeitschriften
In der Alten Schmiede (Schönlaterngasse 7, 1010 Wien) gibt es mit der „Galerie der LiteraturZeitschriften“ einen frei zugänglichen öffentlichen Leseraum. Interessierten werden hier ungefähr 75 verschiedene Literatur-Zeitschriften geboten. Sowohl Ausgaben des Jahrgangs 2007 als auch aktuelle Nummern des Jahres 2008 von etwa 35 österreichischen Literaturzeitschriften, darunter auch von Wespennest, und zusätzlich weitere 40 internationale Magazine liegen auf.

Wespennest Zeitschrift
Heft 165 |w165| Ein Schwerpunkt zu Genderrollen, Geschlechterpolitik und Benachteiligungsmechanismen jenseits platter Kampfparolen.
Heft 164 |w164| Große Idee, gestrenger (Über)Vater, nicht greifbares Phantom. Kritische Reflexionen zum europäischen Staatenverbund in seiner derzeitigen Form.
Heft 163 |w163| Projektionsfläche Mittelmeer: arabischer Frühling, Flüchtlingsdrama, Schuldenkrise, Wiege der Kultur. Kritische Überlegungen zu einem Ort zahlreicher Be- und Zuschreibungen.
Wespennest Vorschau
wespennest 167
Norden
Preis: EUR 12.00;
erscheint am 07.11.2014

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