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Wespennest Nr.166
Wespennest Nr.166

Spielformen des Widerstands

Von kritischem künstlerischen Aktionismus über gemeinschaftliche Pflege und Nutzung von Gütern bis hin zur Verweigerung von Konsum und dominanten Alltagspraxen – in Zeiten der Postmoderne sind selbst die Momente des Widerstands vielfältig und oft auch zu Formen der Selbstdarstellung geworden. Der aktuelle Schwerpunkt untersucht, ob Widerstand, lange Zeit existenzielle Kategorie der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung, in unserer überforderten Gegenwart hierzulande noch wahrhaft provokative Macht entfalten kann.
Außerdem in diesem Heft: Edgar Piel über Elias Canettis Verhältnis zur gespaltenen Zukunft, Alessandro Leogrande über gesellschaftliche Reibungspunkte in Albanien, Tom Stern mit einem Augenzeugenbericht aus Bargfeld anlässlich des 100. Geburtstags von Arno Schmidt und vieles mehr.

Wespennest Aktuelles
Die Konfliktsituation in der Ukraine versetzt Bevölkerungen, politische Verantwortliche und die Medien vieler Länder in Unruhe und scheidet die Geister. Jan Koneffke liest in Rumänien deutsche Zeitungen und hinterfragt das Verständnis deutscher Freunde für russische Sicherheitsinteressen.

|01.10.2014| „Law and Border – Hausdurchsuchung in der Festung Europa“. 26. Konferenz europäischer Kulturzeitschriften, 03.10.–06.10.2014, Conversano (Italien)
Als Gründungsmitglied und Partner des mehrsprachigen Online-Mediums und Zeitschriftennetzwerks Eurozine wird Wespennest auch im diesem Jahr bei der Konferenz europäischer Kulturzeitschriften vertreten sein. Im Fokus stehen die Flüchtlings- und Immigrationspolitiken der Europäischen Union. Das Thema der Konferenz wird auf Eurozine unter dem Schwerpunkttitel „Beyond Fortress Europe“ mit Beiträgen auf Albanisch, Deutsch, Englisch, Italienisch und weiteren Sprachen publizistisch begleitet. Neben den in Wespennest 163 veröffentlichten Albanien-Reisenotizen von Alessandro Leogrande ist dort, auf Englisch, auch die Reportage „Passing the buck“ über die skandalösen Umstände des Todes von 268 syrischen Flüchtlingen zu lesen, die am 11. Oktober 2013 vor Lampedusa in Seenot gerieten und ertranken. Sie stammt von dem als „Wallraff Italiens“ bekannten Autor Fabrizio Gatti, der kürzlich für seine investigativen Recherchen den Menschenrechtspreis 2014 der Stiftung Pro Asyl erhielt.

|01.10.2014| Wespennest auf der Frankfurter Buchmesse 2014
Von 08. bis 12. Oktober finden Sie Wespennest in Standgemeinschaft mit dem Sonderzahl-Verlag und der Edition Tiamat in Halle 4.1., Stand F87. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Europaweit wird das fehlende Interesse an den am 25. Mai anstehenden EU-Parlamentswahlen beklagt. „Die Europawahl ist den Deutschen herzlich egal“, betitelte zum Beispiel Die Welt einen Artikel zur befürchteten niedrigen Wahlbeteiligung. Dass Stimmabgaben europäischer BürgerInnen aber nicht nur am mangelnden Interesse, sondern auch an speziellen Fragen der Evidenz scheitern können, weiß Andrea Roedig.

|20.05.2008| Galerie der LiteraturZeitschriften
In der Alten Schmiede (Schönlaterngasse 7, 1010 Wien) gibt es mit der „Galerie der LiteraturZeitschriften“ einen frei zugänglichen öffentlichen Leseraum. Interessierten werden hier ungefähr 75 verschiedene Literatur-Zeitschriften geboten. Sowohl Ausgaben des Jahrgangs 2007 als auch aktuelle Nummern des Jahres 2008 von etwa 35 österreichischen Literaturzeitschriften, darunter auch von Wespennest, und zusätzlich weitere 40 internationale Magazine liegen auf.

Wespennest Zeitschrift
Heft 165 |w165| Ein Schwerpunkt zu Genderrollen, Geschlechterpolitik und Benachteiligungsmechanismen jenseits platter Kampfparolen.
Heft 164 |w164| Große Idee, gestrenger (Über)Vater, nicht greifbares Phantom. Kritische Reflexionen zum europäischen Staatenverbund in seiner derzeitigen Form.
Heft 163 |w163| Projektionsfläche Mittelmeer: arabischer Frühling, Flüchtlingsdrama, Schuldenkrise, Wiege der Kultur. Kritische Überlegungen zu einem Ort zahlreicher Be- und Zuschreibungen.
Wespennest Vorschau
wespennest 167
Norden
Preis: EUR 12.00;
erscheint am 07.11.2014

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Glanz und Elend

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