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Wespennest Nr.161
Wespennest Nr.161

Austria as it is

Als 1828 Austria as it is erschien, wurde dieser Bericht von Charles Sealsfield über die Zustände unter Metternich im gesamten Deutschen Bund verboten. Der Text avancierte zum Klassiker kritischer Österreich-Betrachtung. Was ist das heute für eine Republik, deren demokratische Gesellschaft weiterhin nach höfischen Regeln funktioniert? In der der Boulevard die Politik bestimmt und dafür mit Regierungsinseraten belohnt wird. Wo katholische Zöglinge als anerkannte Künstler ihren Missbrauch öffentlich beichten. Analysen zur Lage eines wiederholt als Sonderfall bezeichneten Landes.
Außerdem: Brigitte Kronauer über Möglichkeiten avantgardistischen Schreibens u. v. m.

Wespennest Aktuelles
|09.12.2011| Werner Kofler 1947–2011

DER WILDE JÄGER, PROMPT

Ich erledigte Artmann.
Ich erledigte Bauer.
Ich erledigte Bayer.
Ich erledigte Bradatsch.
Ich erledigte Cami, Dürrenmatt, Galczinski.
Ich erledigte Grillparzer.
Ich erledigte Harig.
Ich erledigte Hussel und Ineichen.
Ich erledigte Jandl.
Ich erledigte Jarry.
Ich erledigte Jonas.
Ich erledigte von Kieseritzky.
Ich erledigte Kofler, selbst ihn.
Ich erledigte Kusz.
Ich erledigte Mayröcker.
Ich erledigte Pastior.
Ich erledigte Roth, ich weiß nicht mehr, welchen.
Ich erledigte Rühm.
Ich erledigte Sagerer, Scheerbart, Widmer.
Ich erledigte Wühr.

Ah, ich erledigte sie alle!

Nachzulesen u.a. in: Werner Kofler, Wie ich Roberto Cazzola in Triest plötzlich und grundlos drei Ohrfeigen versetzte. Versprengte Texte. Wien 1994


Verdunklungsrepublik, Urlaubsparadies, Brutstätte des Kindesmissbrauchs … Ist von Österreich die Rede, so überbieten sich nationale und internationale Medien gegenseitig mit pointierten Zuschreibungen. Je differenzierter man sich jedoch mit dem Begriff auseinandersetzt, desto schwieriger scheint es ihn festzumachen. Wovon sprechen wir hier eigentlich? Wie lässt sich die Vielzahl gelebter Realitäten eines Landes darstellen? Gibt es „Österreich“ überhaupt? Genau diese Problematik hat Alfred J. Noll in seiner ausführlichen Themenabsage für den Wespennest-Schwerpunkt in Worte gefasst.

|20.05.2008| Galerie der LiteraturZeitschriften
Seit Februar gibt es in der Alten Schmiede (Schönlaterngasse 7, 1010 Wien) mit der „Galerie der LiteraturZeitschriften“ einen frei zugänglichen öffentlichen Leseraum. Interessierten werden hier ungefähr 75 verschiedene Literatur-Zeitschriften geboten. Sowohl Ausgaben des Jahrgangs 2007 als auch aktuelle Nummern des Jahres 2008 von etwa 35 österreichischen Literaturzeitschriften, darunter auch von Wespennest, und zusätzlich weitere 40 internationale Magazine liegen auf.

Wespennest Zeitschrift
Heft 160 |w160| Tempel oder Werkstatt? Historische und zeitgenössische Ästhetisierungen und Politiken von Natur.
Heft 159 |w159| „Jugosphäre“? Neue Nähe oder alte Lüge? Ehemals jugoslawische Autorinnen und Autoren reflektieren ihre Zeit als „Titos Pioniere“, ihr Verhältnis zur Sprache und die Folgen aus beidem.
Heft 158 |w158| Unveröffentlichtes, Halbfertiges, noch nicht zur Welt Gekommenes. [ohne Titel] ist eine Chiffre für den Zustand der Literatur vor dem Buch. Vor der buchstäblichen Öffentlichkeit.
Wespennest Vorschau
wespennest 162
Anarchistische Welten
Preis: EUR 12.00;
erscheint am 14.05.2012

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