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Wespennest Nr.98
Wespennest Nr.98

Inhalt

George Blecher Amerikanische Zeitschriften und der Tod der Intellektuellen
Lothar Baier Sprachen sind Nutten

Scheiße
Leonard Shengold Der Seelenmord an Kaspar Hauser. Ein literarisches und historisches Beispiel anal-narzistischer Abwehr
Hannes Doblhofer Scheiße
Günter Brus Ich habe geschissen, weil ich angefressen war. Ein Gespräch mit Petra Erdmann
Eveline List Kinder, Kot und Kapital. Zur Dynamik in einer symbolischen Gleichung Sigmund Freuds
Gustav Ernst Der Maestro stirbt
Peter Gorsen Das Exkrementelle als Befreiungsmetapher. Ein Gespräch mit Thomas Edlinger

Cordula Güdemann Bilder

Peter O. Chotjewitz Das grüne Gras der Heimat. Roman
László Darvasi Kutusows Enkel
Fron Nazi Tirana - New York
Perikles Monioudis Die Tramhaltestelle

Buchbesprechungen
Konstanze Fliedl Elfriede Gerstl. Eine Untertreibung
Judith Veichtlbauer Marion Titze: "Unbekannter Verlust"
Wolfgang Schlott Marina Zwetajewa/Ossip Mandelstam: "Die Geschichte einer Widmung. Gedichte und Prosa"
Klaus Kastberger Peter Handke: "Mein Jahr in der Niemandsbucht."
Leopold Federmair Joao Guimaraes Rosa: "Tutaméia." und "Mein Onkel der Jaguar"

Thomas Redl Falten und Pressen: Literaturkritische Anmerkungen zur jüngstvergangenen Debatte über Zitat, Ironie und Interpretation

Biograpien und Anmerkungen
 
wespennest 98
Scheiße
Preis: EUR 7.90;
erschienen am 12.03.1995

Ich habe geschissen, weil ich angefressen war: Petra Erdmann im Gespräch mit dem Fäkalienaktionist Günther Brus; Eveline List über die Dynamik in einer historischen Gleichung Freuds, welche die enge Verwandtschaft von sexueller und exkrementeller Funktion untersucht und auf der Verdrängung und Überleitung der kindlichen koprophilen Neigungen auf andere Objekte, wie etwa dem Geld, fußt. Das Exkrementelle wird nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Kunst des 20. Jahrhunderts zentrales Thema, wie Peter Gorsen im Gespräch mit Thomas Edlinger erläutert. Leonhard Shengold berichtet am Beispiel Kaspar Hauser über die Auswirkungen der Isolation auf die psychische Entwicklung des Menschen, "gegen die sich die menschliche Psyche gemeinhin mit analer Abwehr und narzißtischer Regression wehrt" und Hannes Doblhofer ergänzt den Schwerpunkt mit einem Fotobeitrag.

Außerdem in diesem Heft: George Blecher über die aussichtslose Lage der – hypothetischen – Intellektuellen in den USA; Anmerkungen von Thomas Redl zur jüngsten Debatte über "Zitat, Ironie und Interpretation" u.a.

Wespennest Backlist
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fixpoetry

Glanz und Elend

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